Auf dem Höhepunkt ihres Könnens
Im März dieses Jahres drängten sich 57.000 Menschen im Hamburger Volksparkstadion, um zu sehen, wie der Hamburger Sport-Verein (HSV) im Halbfinale des DFB-Pokals auf den Nordrivalen Werder Bremen traf. Es war ein Zuschauerrekord für ein Frauenfußballspiel in Deutschland, und mitten im Geschehen war die KLU-Masterstudentin für Internationales Management und HSV-Verteidigerin Jana Braun.

„Es war unglaublich“, sagt Braun, die als rechte Außenverteidigerin für den HSV spielt. „Wir hatten noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt - die größte Zuschauerzahl, die wir vorher hatten, lag bei 20.000 - also war es ziemlich aufregend. Die Fans haben alles bejubelt, was wir gemacht haben. Es war ein großartiges Gefühl, zu wissen, dass so viele Menschen uns und den Verein unterstützen.
Am Ende schied die Braun-Elf mit 1:3 gegen Werder aus, der sich im Finale dem großen Bayern München geschlagen geben musste. Die Enttäuschung ist inzwischen verblasst – Anfang Mai sicherte sich der HSV mit einem 3:0 gegen den SC Freiburg II den Aufstieg in die 1. Frauen-Bundesliga.
Jonglieren zwischen Sport und Studium
Zusätzlich zu den Strapazen des Profifußballs mit seinen zermürbenden Trainingseinheiten, häufigen Reisen und dem Druck, auf dem Spielfeld gute Leistungen zu erbringen, muss die 27-jährige Jana ihr Masterstudium und ihre Rolle als Werkstudentin bei der Datenerfassungsfirma Statista unter einen Hut bringen.
Braun, die aufgrund ihres hervorragenden Notendurchschnitts während ihres Studiums und ihrer Fußballkarriere am Providence College in Rhode Island in den USA ein Stipendium für die KLU erhalten hat, sagt, dass sie es mit der Unterstützung der KLU geschafft hat.
„Die KLU hat mir während des gesamten Studiums bei Terminkonflikten geholfen“, erklärt die gebürtige Spaichingerin aus der Nähe des Bodensees in Süddeutschland. „Bei einigen Pflichtveranstaltungen konnte ich nicht die ganze Zeit dabei sein und musste zum Training fahren. Der Sportbeauftragte der KLU, Johannes Dietz, hat das vor Semesterbeginn mit allen Professoren abgesprochen, so dass ich früher gehen und die aufgezeichneten Sitzungen nachholen konnte. Das hat mir sehr geholfen.“
Als persönlicher Ansprechpartner für Sport- und Studienstipendiaten an der KLU setzt sich Dietz mit den Studierenden in Verbindung, um Überschneidungen von Studium und Sport zu identifizieren. „Wenn es notwendig ist, finden wir individuell eine lösungsorientierte und flexible Gestaltung des Stundenplans und der Prüfungen“, führt er aus. „Außerdem habe ich immer ein offenes Ohr für alle Anliegen der Studierenden.“

KLU: Die richtige Wahl
Braun, die sich im zweiten Jahr ihres Masterstudiums befindet und derzeit ihre Abschlussarbeit „im Kontext des Profifußballs“ schreibt, sagt, dass sie sich für die KLU entschieden hat, weil sie ihren Master in Deutschland auf Englisch machen wollte, nachdem sie ihren Bachelor in den USA gemacht hatte.
„Nachdem ich recherchiert und mit verschiedenen Leuten gesprochen hatte, gefiel mir die Idee, in Hamburg an der KLU zu studieren, sehr gut“, erklärt sie. Mir gefällt, dass es eine kleinere Hochschule ist, so dass unsere Klassen ziemlich klein sind und alle Professoren einen persönlich kennen. Außerdem ist es auch cool, dass wir Leute aus der ganzen Welt haben, so dass man viele verschiedene Leute kennenlernt, was sehr interessant ist.“
Es überrascht nicht, dass Braun, die sowohl im Unterricht als auch auf dem Fußballplatz erfolgreich war, an der KLU hervorragend abschneidet und auf der Dekanatsliste als eine der besten Studentinnen der Hochschule steht.
Förderung von Karrieren
„Leistungssportlerinnen und -sportler verfügen über eine Reihe von Eigenschaften und Fähigkeiten, die nicht nur im Sport, sondern auch im Studium und im Berufsleben eine wichtige Rolle spielen“, sagt Dietz über die Förderung von Leistungsportler:innen durch die KLU. „Disziplin, Eigenverantwortung, Zielstrebigkeit, Teamfähigkeit, Führungsqualitäten, Zeitmanagement und Belastbarkeit sind in allen Bereichen gefragte Tugenden und erleichtern das persönliche Weiterkommen. Deshalb bietet die KLU ein gezieltes Stipendienprogramm für Spitzensportler:innen an, bei dem die Studiengebühren je nach Leistungsniveau um 25, 50 oder 100 Prozent ermäßigt werden.“

Neben dem Fußball möchte sie nach Abschluss ihrer Diplomarbeit eine Karriere in der Unternehmensberatung anstreben. Um sich ganz auf dieses Ziel zu konzentrieren, hat Jana Braun entschieden, mit dem Ende der Saison auch ihre Karriere im Profisport zu beenden. „Irgendwann muss man sich zwischen Fußball und einer normalen Karriere entscheiden, weil man nicht beides machen kann“, erklärt sie.
Wenn die Vergangenheit etwas hergibt, scheint es sehr wahrscheinlich, dass Braun, welchen Karriereweg sie auch immer einschlagen wird, den gleichen herausragenden Erfolg haben wird wie ihre akademischen und sportlichen Bemühungen.
Mehr Informationen
- HSV-Verteidigerin Jana Braun: Aufstiegsfeier mit ihren Omas? (Hamburger Abendblatt, 16. April 2025, auf Deutsch)
- Mehr Informationen zum KLU Sports
- Master’s in International Management at KLU – Studiere dasselbe Program wie Jana







